Stadt Göttingen kämpft erneut mit Wasserrohrbruch

Es ist ein trauriges, aber nicht unerwartetes Schauspiel, das sich in Göttingen wiederholt. Ein Wasserrohrbruch auf der Weender Landstraße sorgt nicht nur für ein geflutetes Stück Straße, sondern auch für eine weitere Unannehmlichkeit für die Anwohner und Pendler. Man könnte fast meinen, die Stadt sei in einem ständigen Wettlauf mit den unterirdischen Wasserleitungen, die anscheinend nicht mit dem Tempo der modernen Mobilität mithalten können.

Zunächst einmal ist da die offensichtliche Störung des Verkehrs. Die Weender Landstraße, ein wichtiger Verkehrsweg in die Innenstadt, ist stadteinwärts gesperrt. Für viele Autofahrer bedeutet das eine unerwartete Umleitung und somit zusätzliche Fahrzeit. In Göttingen, wo man gerne über die "schönere" Altstadt spricht, ist es ironisch, dass die Hauptverkehrsadern solche Schwächen zeigen. Man fragt sich, ob nicht mehr präventive Wartungsarbeiten an der Infrastruktur nötig wären, um solche Vorfälle zu vermeiden. Aber da kann man ja nur spekulieren.

Ein weiterer Punkt ist die wirtschaftliche Auswirkung auf lokale Geschäfte. Wenn die Straßen gesperrt sind, sinkt nicht nur der Fußgängerverkehr, sondern auch die Sichtbarkeit der Läden, die auf Laufkundschaft angewiesen sind. Man muss sich fragen, wie lange die Betreiber solcher Geschäfte das aushalten können, während ihre potenziellen Kunden durch Umleitungen und verschlossene Wege abgeschreckt werden. Das hat unmittelbare Folgen für die lokale Wirtschaft.

Natürlich könnte man argumentieren, dass solche Vorfälle unvermeidlich sind und in jeder Stadt passieren können. Aber das ist doch ein wenig zu einfach. Schließlich lebt Göttingen nicht in der Steinzeit, und wenn man die Infrastruktur auf einen modernen Stand bringen will, müssen solche Probleme mit System angegangen werden. Das wäre nicht nur ein Gewinn für die Bürger, sondern auch für die Stadt selbst, die sich als dynamisch und zukunftsorientiert präsentieren möchte.

Es bleibt zu hoffen, dass die Stadtverwaltung nicht nur provisorische Maßnahmen trifft, sondern auch vorausschauend denkt. Schließlich geht der Wasserrohrbruch, so nervig er auch ist, nicht nur die Anwohner etwas an, sondern betrifft letztlich jeden, der in dieser Stadt lebt oder arbeitet. Man könnte den Spruch "Wasser ist Leben" ironisch umformulieren in "Wasser kann auch ganz schön lebenstörend sein."

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